Was ist Meditation?

Es gibt unzählige Arten zu meditieren und die Frage „Was ist Meditation?“ ist daher nicht so einfach zu beantworten. Je nach Kultur oder Religion, wird Meditation unterschiedlich angewendet und verfolgt auch unterschiedliche Ziele. Man kann z.B. relativ oberflächlich meditieren, um sich ein bisschen zu entspannen oder sehr intensive und bewusstseinserweiternde Erfahrungen machen. 

Im Essensia-Prozess definieren wir den Begriff Meditation so:

Meditation ist das Instrument, welches dich mit deiner Seele verbindet

Welche Formen von Meditationen gibt es?

Die körperlich aktive Meditation

Bei der körperlich aktiven Meditation kann es z.B. um achtsames Handeln, körperliche Bewegung oder lautes Rezitieren gehen. So kann dies eine Gehmeditation, Tanz, Yoga, Tantra oder Kampfkunst sein. Bei den aktiven Meditationen werden oft auch verschiedene Atemtechniken verwendet. 

Die körperlich passive Meditation

Bei der passiven Form der Meditation ruht der Körper. Diese Form der Meditation prägt das Bild der meisten Menschen, da sie auf den meisten Fotos zu sehen ist: Der still sitzende, meditierende Mönch. Daher wird versucht, den physischen Körper so weit zu entspannen, dass er dem Geist nicht mehr im Weg ist.

Ziel ist es, den Körper loszulassen, um den Geist zu befreien

Welche Form empfiehlt Essensia?

In unseren Seminaren kombinieren wir aktive und passive Elemente in den Meditationen. Je nach Thema gewichten wir die verwendeten Techniken unterschiedlich, um den gewünschten Bewusstseinszustand zu erreichen. Manchmal genügt hierzu eine oberflächliche Visualsierungsübung, manchmal kombinieren wir Tiefenmeditation mit wirkungsvollen Atemtechniken. 

Die hier auf der Website verfügbaren Meditationen sind meist passive Meditationen mit teils aktiven Elementen. 

Was ist der Unterschied zu Hypnose?

Die meisten Menschen denken bei Meditation nicht gleich an Hypnose. Meist ist der Begriff „Hypnose“ negativ behaftet, da hiermit Bilder aus dem Fernsehen verknüpft werden. Dort sieht man, wie ein Hypnotiseur innert Sekunden jemand in einen willenlosen Zustand führt. Was nicht gezeigt wird: Der Hypnotiseur hatte teilweise Stunden vor der Sendung damit verbracht, seine „Opfer“ vorher zu testen und auf die Sendung zu konditionieren. Mit therapeutischer Hypnose hat dies allerdings nichts zu tun. Dass sogar Zahnärzte heute auf Hypnosetechniken setzen zeigt, dass diese Methode längst salonfähig geworden ist. 

Betrachtet man den Zustand des Gehirns und vergleicht hypnotische und meditative Zustände, wird man ähnliche, bis deckungsgleiche Muster finden. Auch wenn dies einige Meditierende nicht mögen werden, der Zustand ist sehr ähnlich zu dem in der Hypnose. Kommt noch dazu, dass z.B. geführte Meditationen viele Parallelen zu Hypnosesitzungen aufweisen. 

Was sagt die Forschung zu Meditation?

In Deutschland beschäftigen sich vor allem die Psychologen Ulrich Ott und Tania Singer mit der neurobiologischen Meditationsforschung. Im November 2010 fand in Berlin zum ersten Mal der interdisziplinäre Kongress „Meditation und Wissenschaft“ statt, der von der Identity-Foundation und der Oberberg-Stiftung veranstaltet wurde.

Seit 2001 richtet die Society for Meditation and Meditation Research e. V. (SMMR) jährlich interdisziplinäre Tagungen und Symposien aus. Die SMMR ist ein 2000 gegründeter, als gemeinnützig anerkannter Verein mit Sitz in Köln, der die Meditationsforschung in Europa durch Tagungen, Forschungspreise, Koordination von Forschungsprojekten und Publikationen fördert.

Das Mind and Life Institute ist unter Mitwirkung anerkannter Wissenschaftler mit dem Versuch befasst, die Wirkung von Meditation auf das Gehirn zu untersuchen, und umgekehrt.